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Packendes Verfolgerduell in der Bezirksliga

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Dritter gegen Zweiter lautete die Paarung am 12. Spieltag der Damen-Bezirksliga. Das klingt nach einem Duell auf Augenhöhe, doch es trafen zwei vom Grundsatz her höchst unterschiedliche Teams aufeinander. So spielt die SG Werne bereits seit Jahren in der Bezirksliga und zählte nach dem dritten Platz der letzten Saison sicher von Anfang an zu den Teams, die am Ende im oberen Teil der Tabelle zu finden sein würden. Auf der anderen Seite das junge und noch unerfahrenere VSC-Team, das ja eigentlich nur für die Bezirksklasse qualifiziert war und deshalb den Verbleib in der Bezirksliga als oberstes Ziel hatte. Vielleicht ging die SG Werne deshalb den ersten Satz auch sehr gemächlich an und ließ den VSC in aller Ruhe Punkte wie Fehler machen. Ein einziger Angriffspunkt reichte den Routiniers so schon zum 9:9-Zwischenstand. Doch dann kamen die VSC-Mädels in Fahrt, reduzierten die Fehlerquote radikal und gönnten dem (weiterhin abwartenden) Gegner nur noch zwei selbst erzielte Punkte (25:13).
Der änderte daraufhin im zweiten Satz seine Spielweise, machte verstärkt über Mittel- und Außenangriff Druck und kam so deutlich besser ins Spiel. Aber erst nach dem 17:18-Zwischenstand brachte eine Phase mit Konzentrationsschwächen in den VSC-Reihen die Entscheidung (19:25).
Beide Mannschaften hatten nun aber ihre Betriebstemperatur erreicht und es entwickelten sich teilweise sehr sehenswerte Ballwechsel. Höhepunkt war dabei ein Ballwechsel, der 17 Netzüberquerungen mit verschiedenen Angriffs- und Abwehraktionen auf beiden Seiten beinhaltete. Während der VSC auch in diesen Phasen im Angriff variabel blieb und vor allem im Block sicher stand, verlegte sich die SG Werne immer mehr auf den Außenangriff. Dies reichte jedoch nicht, um dem VSC den Satz letzten Endes entreißen zu können (25:21).
Im vierten Satz sorgte zunächst wieder eine Fehlerhäufung für einen 4-Punkte-Rückstand, der nach vielem Hin- und Her beim 14:18 immer noch Bestand hatte. Dann aber setzte die eingewechselte Zuspielerin Nine ihre VSC-Angreiferinnen sehr variabel in Szene und diese holten Punkt um Punkt auf. Bei 24:23 konnten sie den ersten Matchball zwar nach einem Missverständnis noch nicht nutzen, kurz darauf gab es beim 26:24 dann aber doch den großen Jubel!
"In der Annahme und Feldverteidigung waren beide Mannschaften etwa auf gleichem Level", analysiert der Trainer. "Entscheidend waren heute der variablere Angriff und die erfolgreicheren Netzaktionen des VSC. Ich bin überrascht, wie gut wir da bisher den Ausfall von Stamm-Mittelblockerin Steffi kompensieren konnten. Anka, Nati und Karo machen ihre Sache sehr gut und ergänzen sich in ihrer Spielweise ideal. Trotzdem fehlt uns insgesamt noch die Abgeklärtheit und Ruhe der etablierten Mannschaften. Unser Aufwand ist dadurch viel größer und sobald die Konzentration mal nicht ganz da ist, kann das Spiel - wie gegen Massen - komplett in die andere Richtung gehen. Insofern genießen wir jedes Spiel, schauen 'was geht' und lernen in erster Linie dazu. Mit Eiche Grüne wartet nächste Woche schon der nächste schwere Gegner, der nach der knappen Hinspielniederlage sicher auf Revanche aus ist. Konzentrationsschwächen werden da mit Sicherheit bestraft."
 

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