Zuspielerin Julia mischte für das letzte Bezirksliga-Spiel des Jahres gehörig die Karten. Doch angesichts ihres sonstigen Engagements (sie stand letztes Jahr z.B. am Geburtstag auf dem Volleyballfeld) war klar, dass das Team auch die Konsequenzen der diesjährigen 18. Geburtstagsfeier geschlossen mittragen würde. Keiner wusste genau, wie die Teammitglieder die sehr kurze Nacht und die anderen Einflüsse würden wegstecken können. Und mit dem VC Schwerte wartete eine Mannschaft, die zuletzt 3:0 gegen den Tabellen-Zweiten Eiche Grüne gewann ...Im ersten Satz ging erst einmal gar nichts. Nicht eine Spielerin erreichte annähernd die sonstige Schnelligkeit. Immer war der Ball zu früh da und die Aktionen beschränkten sich auf Notbälle. Halt, nicht ganz: Ein ganzer einziger gelungener Angriff wurde verzeichnet (16:25).
Das ließ auch für den zweiten Satz nichts Gutes erahnen und es stand auch schnell 3:8. Zwei Aufschlagserien von Steffi und Myriam wendeten allerdings dann das Blatt (15:11). Neben den vielen leichten Fehlern gab es nun auch mehrere gelungene Angriffe, so dass das Spiel weitgehend ausgeglichen bis zum 25:20 so dahin plätscherte.
Immerhin zeigten die zwischenzeitlich tollen Abwehraktionen, dass die Trägheit langsam aus den Kleidern kam. Schwerte hatte zunehmend Probleme, den Ball zu verwerten und bis zum 17:6 im dritten Satz gab es kaum etwas zu beanstanden. Doch angesichts des klaren Vorsprungs kehrte leider sofort wieder der Schlendrian ein und es wurde am Ende sogar noch knapp (25:22)!
Das tat dem Optimismus allerdings keinen Abbruch und die Mannschaft machte sich bereits Gedanken über die Art des Kuchens, der bei einem "Nicht-5-Satz-Sieg" in 2011 anfallen würde. Der mahnende Trainersatz vom "Fell des noch nicht erlegten Bären" verhallte ungehört und so wurde die erste Auszeit schnell bei 1:9 fällig. Es dauerte aber noch bis zum 8:17, bevor die sichtbaren Bemühungen tatsächlich Früchte trugen. Eine Aufschlagserie von Nine (jaja, wieder diese ungemein gefährlichen Aufschläge "von unten") legte die Basis zur 21:17-Führung und rettete damit doch noch den verloren geglaubten Satz (25:22).
Alles in allem eher ein Arbeitssieg nach dem Motto "et het nochmal jut jegange". Somit:
Herzlichen Glückwunsch Julia, du hast dich auf die richtigen Karten verlassen - und der Kuchen kommt!





