In der Neuauflage des Relegationsspiels aus dem Mai konnte sich die Bezirksliga-Mannschaft des VSC Dortmund 08 nun am Samstag - etwas überraschend - auch gegen den TV Asseln durchsetzen, der damals in ähnlicher Besetzung noch nicht zu bezwingen war.
OK, der VSC hatte sich nach der Spielklassenübernahme vom VV Phönix Schwerte noch auf allen Positionen verstärken können. Aber trotzdem sprach im Vorfeld dieser Begegnung nicht Vieles für einen VSC-Sieg, denn die bei weitem routinierteren Spielerinnen, die zudem mit Uli Müller von einem äußerst erfahrenen Trainer betreut werden, standen nach wie vor eindeutig auf der Asselner Seite. Hinzu kam, dass aus verschiedenen Gründen die Trainings der letzten beiden Wochen nur rudimentär stattfinden konnten und selbst am Spieltag noch deutliche Lücken im Team klafften: Zuspielerin Nine laboriert weiterhin an ihren Schulterbeschwerden und war nur für den Notfall mitgekommen, Mittelblockerin Anka stand nur in Zivil am Spielfeldrand und drei weitere Spielerinnen meldeten sich mit Erkältung gerade einmal „bedingt“ einsatzbereit.
Der erste Satz diente somit ganz klar der Bestandsaufnahme - und zeigte recht schnell, dass für Zuspielerin Julia kein weiterer Satz infrage kam (21:25). Damit rutschte Nine trotz lädierter Schulter in die Verantwortung und brachte den Gegner sogar ein uns andere Mal mit ihren – in dieser Liga ungewohnten – Aufschlägen „von unten“ in Bedrängnis. Aber auch das Zuspiel wurde deutlich agiler und die Angreifer kamen dadurch immer besser zum Zuge. Parallel dazu standen Block und Abwehr nun wesentlich stabiler und die gegnerischen Angriffe erzielten nicht mehr so viel Wirkung. Doch nach dem Satzgewinn (25:22) meldete sich Mittelblockerin Karo ebenfalls erst einmal entkräftet ab. Sie wurde von Nati erstetzt, die in der Folge nicht nur am Netz zeigte, wie wertvoll sie für das Team sein kann. Leider gab es aber auch wieder drei Phasen, in denen die Konzentration deutlich zu wünschen übrig ließ (16:25) und dem Gegner einfache Punkte einbrachte. Eine neue Qualität der Mannschaft ist in dieser Saison jedoch, dass sie auch nach solchen Einbrüchen immer wieder in die Spur zurückfindet. So begannen die VSC-Mädels den 4. Satz gleich mit einem konsequenten 5:0 und gaben die Führung konsequent bis zum Ende (25:22) nicht mehr ab.
Also wieder einmal ein 5. Satz! Und der wurde von VSC-Spielerinnen mit viel Kampf und Willen dominiert: Myriam legte den Grundstein mit 11 Aufschlägen in Folge und Laura fand über die Außenposition immer wieder das richtige Mittel, um die Asselner in Verlegenheit zu bringen. Der deutliche 15:6-Satzgewinn wurde dann natürlich überschwänglich gefeiert!
"Auch wenn wir heute nochmals in einigen Phasen nicht konstant genug waren, merkt man doch langsam, dass wir in der Bezirksliga angekommen sind", zeigte sich der Trainer zufrieden. "Mit den acht Pluspunkten haben zwar den Klassenerhalt immer noch nicht sicher, aber mit der Gewissheit, dass wir an guten Tagen gegen jeden Konkurrenten gewinnen können, haben wir es selbst in der Hand! Nachlassen dürfen wir allerdings nicht!"





